Lake Tahoe 08. bis 09. Sep 2007

08.09.2007

Heute verließen wir San Francisco in Richtung Osten über die San Francisco Bay Bridge. Der Interstate 80 führte uns zunächst vorbei an Berkely und Richmond zu unserem heutigem Zwischenziel Sacramento, der Hauptstadt von Kalifornien. Als besonders sehenswert wurden uns das Pioniermuseum Fort Sutter und das California State Railroad Museum empfohlen, eines der besten Eisenbahnmuseen der USA. Das Museum ist in der sogenannten „Old Town“ gelegen, einem nachgebauten Teil der Stadt aus dem 19. Jahrhundert. Dennoch entschieden wir uns heute kein Museumsbesuch zu machen.Wir schauten uns nach einem kurzen Rundgang durch "Old Town" noch das Capitol Building an und machten uns dann weiter zum Lake Tahoe.

 

 

Von Sacramento aus nahmen wir den Hwy 50 EAST und erreichten in Placerville das berühmte Goldcountry von Kalifornien. Wenige Meilen nördlich von Placerville fand man 1848 das erste Gold und löste den ersten großen Goldrausch aus. In den nächsten 20 Jahren wurden hier für Hunderte Millionen Dollar Gold gefunden. Naja, dafür waren wir wohl ein paar Jährchen zu spät.

 

Von Placerville ging es noch ca. 60 Meilen weiter nach South Lake Tahoe, unserem heutigen Etappenziel. Vorher galt es jedoch noch die Sierra Nevada zu überqueren. Mit dem Echo Summit Pass auf 2250 Metern passierten wir den höchsten Punkt der heutigen Strecke. Von hier aus geht es wieder bergab zum Lake Tahoe, der 1900 Meter hoch liegt. Der Lake Tahoe gehört wohl zu den schönsten und malerischsten Bergseen Amerikas. Zumindest war dies unser Eindruck. Natürlich trug das traumhafte Wetter seinen Teil dazu bei. Mit 500 Metern Tiefe ist er auch der zweittiefste See der USA.

 

Wir checkten gegen Mittag in der Best Western Timber Cove Lodge ein, einem recht schicken Hotel direkt am See gelegen. Den Rest des Tages verbrachten wir gemütlich am Strand, genossen die Sonne und schauten dem Treiben der zahlreichen Wassersport-Begeisterten zu.

09.09.2007

Heute früh brachen wir nicht sofort Richtung Winnemucca auf, sondern verbrachten den Vormittag noch am Lake Tahoe. Das macht durchaus Sinn, denn sowohl die Fahrt durch Nevada als auch Winnemucca haben relativ wenig zu bieten. So fuhren wir die westliche Route um den See entlang, vorbei an der wunderschönen Emerald Bay, bis kurz vor Tahoe City. Die Küstenstraße bietet immer wieder tolle Blícke auf den See. Einige Aussichtspunkte bieten Möglichkeiten zum Anhalten und zum Fotos schießen.

 

 

Die Weiterfahrt nach Norden um den See herum erschien uns doch etwas zu lang und wir entschlossen uns wieder in Richtung South Lake Tahoe umzukehren. Das traumhafte Wetter und die super Kulisse ließen uns nicht so schnell los und wir beschlossen noch einen kleinen Fußmarsch in die Natur zu unternehmen.


Gerne wären wir noch einen Tag hiergeblieben, doch leider mussten wir weiter. So ging es zunächst an der östlichen Seite des Sees entlang und passierten die Grenze zu Nevada. Hinter Glenbrock bogen wir rechts ab nach Carson City, der heutigen Hauptstadt Nevadas.

Auf direktem Wege könnte man von hier nach Reno fahren, wir machten aber einen kleinen Umweg über Virginia City. Vor Virginia City geht die Straße kurvenreich bergan, vorbei an verlassenen Minen und Fabrikanlagen. Um 1860 wurden hier umfangreiche Silbervorkommen entdeckt. Bald gehörte Virginia City zu den reichsten Städten dieser Gegend. Heute ist davon jedoch nicht mehr viel zu sehen. Die Stadt ist heute eine Mischung aus verfallenen Holzhütten, historischen Backsteingebäuden mit den typischen Westernfassaden und ein paar Villen übrig gebliebener Silberbarone. Reine Touri-Stadt !

 

Die Weiterfahrt führte uns schließlich nach Reno, der drittgrößten Stadt Nevadas. Glücksspiel ist heute der wichtigste Wirtschaftszweig dieser Stadt. Im Vergleich zu Las Vegasist hier allerdings alles „eine Nummer kleiner“. Dies spiegelt sich auch in der Selbstbeschreibung „The Biggest Little City In The World„ („Die größte Kleinstadt der Welt“) wider.

 

 

Die nächsten 140 Meilen sollten ziemlich einsam werden. Und so ging es recht lange über trostlose Wüstenstrecke bis wir schließlich am frühen Abend Winnemucca erreichten. Mit ca. 7000 Einwohnern sicher als Kleinstadt zu bezeichnen, bietet Winnemucca rein gar nichts. Lediglich der Pizza Hut bescherte uns noch ein üppiges Abendmahl.

 

Am nächsten Tag ging es erstmal ziemlich eintönig weiter. Wir fuhren nach Twin Falls, Idaho.

Hier gehts weiter nach Twin Falls...