Lake Powell 20. bis 22. Sep 2007

20.09.07

Heute hatten wir nur eine kurze Anfahrt zum nächsten Ziel. Nach knapp 100 Meilen erreichten wir am Vormittag Page.

Hier in Page sperrt der Glen Canyon Dam den Colorado River ab und es hat sich der größte, künstliche See der USA, der Lake Powell, gebildet, fast 100 Kilometer lang aber mit einer zehnfachen Uferlänge.

 

Antelope Canyon

 

Bereits auf der Anfahrt nach Page passierten wir die Zufahrt zum Antelope Canyon. Der Upper und Lower Antelope Canyon liegen im Navajo-Nation-Reservation. Die meiste Zeit über sind sie trocken, so dass man hindurchlaufen kann. Wenn Regenfälle angekündigt sind, können die Canyons auf Grund der Gefahr von Sturzfluten nicht besichtigt werden. Der Upper Antelope Canyon gilt als Geheimtipp Fotografen, weil sich hier durch die Erosion im Sandstein unglaubliche Formen gebildet haben und sich durch die von oben scheinende Sonne zur Mittagszeit fantastische Farben ergeben.

 

Die Besichtigung des Canyons ist nur mit Führung möglich. Am Parkplatz des Upper Canyons  entrichteten wir zunächst 6$ Eintritt ins Navajo-Land. Für die geführte Tour durch den Canyon waren weitere 18$ pro Person fällig. Der Besuch ist folglich nicht ganz preiswert, aber auf jeden Fall lohnenswert. In kleine Besuchergruppen eingeteilt ging es dann mit einem Geländewagen rasant über eine Sandpiste zum Eingang des Upper Canyons. Der Zutritt über eine schmale Felsspalte erschien zunächst unspektakulär. Betritt man aber erstmal das Innere des Canyons, kommt man aus dem Staunen fast nicht mehr raus. Lediglich das andauerende Fotografieren einiger "Profi-Fotografen" empfanden wir als etwas störend. Man musste ständig aufpassen, nicht ins Bild zu laufen oder irgendwelche Stative umzurempeln. Trotz dieses kleinen Mankos war der Besuch des Antelope Canyons ein faszinierendes Erlebnis von Licht- und Farbenspielen. Auch mit unseren kleinen Diggi-Cams konnten wir ohne Stativ und Beeinträchtigung anderer Besucher tolle Bilder machen:

 

 

Lake Powell

 

Der Lake Powell entstand in den 60er Jahren durch Aufstauung des Colorodao Rivers am Glen-Canyon-Damm. Der Lake Powell entwickelte sich auf Grund vielfältiger Freizeitangebote um den See und zahlreicher Sehenswürdigkeiten im Umland zu einem beliebten Urlaubsziel. Die Wahweap Marina, die wir an diesem Nachmittag noch ansteuerten, bietet alle Arten an Wassersport, vom Ruderboot bis zum Jet-Boat.

 

Wir zogen es dann doch vor, die restlichen Sonnenstunden am Lone Rock Beach zu genießen.

Wir checkten am Abend im Courtyard Marriott Page ein. Page ist die einzige Stadt am Lake Powell. Mit seinen zahlreichen Unterkünften dient sie häufig als Zwischenstopp für Reisen vom/zum Grand Canyon, dem Monument Valley und zahlreichen Nationalparks und -monumenten in Südutah.

 

21.09.07

Dank "hervorragender" Vorbereitung auf diesen Urlaub, dem Studieren anderer Urlaubs-Homepages, stand für heute u.a. der Horseshoe Bend auf dem Programm. Wenn man nicht vorher wüsste was einen dort erwartet, würde man dieses Highlight glatt "links liegen" lassen. Auf der Straße 89 South zweigt nach ca. 4 Meilen vom Hotel entfernt ein kleiner Parkplatz rechts ab. Ein Hinweisschild informierte uns, dass der Trail 0,75 Meilen lang ist. Zunächst ging es über einen sandigen Hügel.  Von oben ist der Horseshoe Bend schon zum Greifen nah. Doch seine Faszination lässt sich erst erkennen, wenn man direkt am Abgrund steht. Tief unten schimmert der grüne Colorado. Die Canyonwände fallen hier mehrere hundert Meter senkrecht ab.

 

Nach diesem kurzen aber äußerst beeindruckenden Abstecher fuhren wir die Straße 89 South weiter nach Bitter Springs um dort auf die ALT 89 in Richtung Marble Canyon abzubiegen. Unser Ziel war Lees Ferry. Der doch recht weite Weg von Page aus ist vielleicht nicht wirklich lohnenswert, doch wir machten das Beste daraus: saßen am Colorado River und buddelten im Sand!

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir wieder am Lone Rock Beach und genossen einen herrlichen Sonnenuntergang über dem Lake Powell.

 

 

 

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