St.John 5.3. bis 15.3.2012

Saint John ist eine Insel der Amerikanischen Jungferninseln (US Virgin Islands) in der Karibik. St. John zählt etwa 5.000 Einwohner. Die meisten leben in Cruz Bay, gelegen im Westen der Insel. Cruz Bay besitzt den einzigen Fährhafen der Insel. St. John besitzt selber keinen Flughafen. Als Besucher der Insel gelangt man nach St. John über St. Thomas mit der Fähre.

 

Die US Virgin Islands gehören zu der Inselgruppe der Kleinen Antillen. Neben St. John gehören auch St. Thomas und St. Croix dazu.

 

In den 50er Jahren kaufte Laurence Rockefeller einen Großteil der Insel und schuf den Virgin Island Nationalpark. Ca. zwei Drittel der Insel sind Schutzgebiet und steht unter der Verwaltung des U.S. National Park Service (www.nps.gov).

 

Mit einer Fläche von 50km2 ist St. John eine recht überschaubare Insel. St. John verfügt über ein sehr gutes Straßennetz. Schnell ist man von einer Seite auf die andere Seite der Insel gelangt. Jedoch ist St. John auch sehr hügelig. Verbindungsstraßen von Nord nach Süd oder Ost nach West winden sich meist in steilen Serpentinen die Berge rauf und runter. So braucht man mit dem Auto ungefähr eine halbe Stunde von Cruz Bay (Westen) nach Coral Bay (Osten). Um eine einen ersten Überblick zu gewinnen, hier eine Karte von google maps:

 

 

Damit kommen wir auch gleich zu unserem ersten Reisetipp:

 

Nehmt euch einen Mietwagen für die Dauer des Aufenthalts. Für all diejenigen, die die Vielfalt der Insel erkunden wollen, ist ein Mietwagen in unseren Augen unerlässlich. Zwar gibt es auch zahlreiche Taxis auf der Insel, allerdings bringen einen diese nicht zu jedem Punkt auf St.John, sind weniger flexibel und kosten pro Fahrt und Person zwischen 5-15 $.

 

Anbieter für einen Mietwagen gibt es zahlreiche auf St.John. Achtet auf Allradantrieb, denn die Hügel sind wirklich steil und manche Strände sind nur off-road zu erreichen. Da die Anbieter ohnehin eigentlich nur Jeep Wranglers oder Libertys anbieten, ist das kein großes Problem.

 

Wo wir gerade bei Autofahren sind... "always keep left", denn auf St.John herrscht Linksverkehr. Allerdings mit Steuer ebenfalls links. Ist etwas gewöhnungsbedürftig, hat man aber nach kurzer Zeit raus.

 

 

Wer wie wir nach St.John haupsächlich zum Baden, Schnorcheln und Relaxen kommt, der findet hier unsere Strandtipps:

 

Es soll auf St.John 39 Strände geben. Aber nicht alle davon sind ideal zum Baden. Einige der Buchten sind ungeschützt und hohe Wellen brechen herein, es gibt felsige Strände und solche, bei denen man einen Wanderführer braucht um sie zu finden. Aber keine Sorge, St.John bietet zahlreiche Strände für den perfekten Strandurlaub in der Karibik. Vor allem die Strände entlang der North Shore Road zählen zu den beliebtesten St.John´s und entsprechen den Vorstellungen des typischen Karibikstrandes. Aber auch an anderen Ecken der Insel findet man seinen Traumstrand. Nachfolgend eine kleine Auswahl:

 

Solomon und Honeymoon Beach:

Diese beiden Strände liegen dicht nebeneinander und sind nur zu Fuß zu erreichen. Der Lind Point Trail führt euch entweder direkt von Cruz Bay (Virgin Island NP Visitor Center) dorthin oder ihr nehmt den Trail an der North Shore Road.

Honeymoon Beach ist beliebter Ankerplatz für Ausflugsboote, die ihre Gäste per Schlauchboot zum Strand bringen. Sie bleiben zwar meist nur für 1-2 Stunden, es kann aber in dieser Zeit ziemlich voll werden.

 

Beide Strände sind sehr schön. Uns persönlich hat Solomon etwas besser gefallen. Wir waren einige Male am späten Nachmittag hier und hatten den Strand fast für uns alleine. Mit seinen Palmen und dem weißen Sand ist Solomon ein kleiner "Traumstrand".

 

Trunk Bay:

Oftmals beschrieben als einer der schönsten Strände der Welt. Der Strand ist wunderschön, wenn nur die vielen Menschen nicht wären! Wer die Schönheit der Trunk Bay genießen will, der sollte vor 09:00 in der Früh hier sein. Trunk Bay ist ein sehr beliebtes Ziel vieler Tagestouristen, die von St.Thomas rüber kommen oder von den Cruise Ships "Freigang" erhalten.  Die Bucht hat alles was man für einen Tagesaufenthalt so braucht. Duschen, Kiosk, Schnorchelverleih etc. ist alles vorhanden und macht Trunk Bay anscheinend deshalb so beliebt. Wir ziehen da lieber die einsameren Buchten vor.

 

Aber wie gesagt, vor 09:00 ist es leer und traumhaft schön.

 

Der vorhandene snorkel trail war eher enttäuschend. Hier sollte man anhand von Unterwasserhinweisschildern der Tier- und Korallenwelt näher gebracht werden. Wir haben leider nicht viel gesehen. Das kann am trüben Wasser liegen, vielmehr glauben wir aber lag das an den Hundertschaften mit bunten Schwimmwesten, die jeden Tag hier entlang schnorcheln. Wenn ich Fisch wäre würde ich mir auch ein ruhigeres Plätzchen suchen.

 

Salt Pond Bay:

Ein kurzer Trail vom Parkplatz führt zu diesem schönen Strand, der ganz im Süd-Osten der Insel liegt. Die Unterwasserwelt ist fantastisch. Glasklares und ruhiges Wasser laden zum Schnorcheln ein. Felsen links und rechts des Strandes beheimaten viele bunte Fische. In der Mitte, wo sich etwas Seegras sammelt, findet man öfters Meeresschildkröten und Stachelrochen.

Der Strand selber bietet einige schöne Schattenplätze und ist Ausgangspunkt des Ram Head Trails. Dieser führt ca. 1 Meile an der Küste entlang zum südlichsten Punkt der Insel mit beeindruckender Aussicht.

 

 

St.John bietet natürlich noch einiges mehr als nur Strandurlaub. Viele hilfreiche Tipps unter anderem zu Wanderungen und Jeep Touren findet ihr in Pam Gaffin´s Buch ST. JOHN; Feet, Fins & Four-Wheel Drive.

 

 

Für all diejenigen die noch etwas unschlüssig sind, ob sie St.John als nächstes Reiseziel ansteuern oder nicht, zum Abschluss ein paar Entscheidungshilfen.

 

Wetter: Ganzjährig schön mit nahezu gleichen Temperaturen im Winter wie im Sommer. In den Sommermonaten kann es häufiger zu starken Regenschauern und Stürmen kommen. Hauptreisezeit auf St.John ist Januar bis April. Wir hatten immer schönes Wetter. Geregnet hat es wenn dann in der Nacht oder am frühen Morgen. Temperaturen immer um die 30°C. Wasser ist mit 26°C ausreichend warm.

 

Kosten: In den Monaten Januar bis April ist St.John deutlich teurer als in der restlichen Zeit. Dies macht sich vor allem bei der Unterkunft bemerkbar. In den beiden Hotels der Insel erreichen die Zimmerpreise dann auch gerne 500$/Nacht. Flüge ab Deutschland gibt es ab 800€ z.B. American Airlines oder Delta. Ohne Umsteigen in Atlanta, Miami oder Charlotte kommt man leider nicht auf die Jungferninseln.

Für einen Mietwagen sollte man, je nach Reisezeit, 60-80 $/Tag rechnen. Wer sich für ein Appartment oder Ferienhaus entschieden hat und sich damit selbstversorgt, kann z.B. im Starfish Market in Cruz Bay sehr gut einkaufen.  Da auf St.John außer Fisch nicht viel "wächst", werden die meisten Lebensmittel importiert. Das hat halt seinen Preis und macht Lebensmittel etwas teurer als bei uns. Wer mal keine Lust zu kochen hat, dem bietet sich eine Fülle von Restaurants an. Die meisten bieten amerikanische, internationale Küche mit karbischem Einschlag und viel Fisch an. Für ein Dinner zu Zweit, z.B. im Ocean Grill oder La Plancha (beide Cruz Bay), sollte man ca. 120$ in der Brieftasche bereit halten.

 

Unterkunft: Neben den beiden Hotels, dem Caneel Resort und Westin Resort, gibt es auf St.John zahlreiche Ferienhäuser und Apartments zu mieten. Auf http://stjohnhouserentals.com/ findet man die passende Unterkunft. Sowohl für den kleineren Geldbeutel als auch die prall gefüllte Reisekasse ist was dabei.

 

Wer macht hier Urlaub? Man trifft auf St.John alle Altersklassen, Familien, Singles, alte und junge Pärchen. Eines haben sie aber (fast) doch alle gemeinsam. Es sind Amerikaner. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich. Die US Virgin Islands sind schließlich US territory und für Amerikanische Staatsbürger ohne große Reiseformalitäten schnell zu erreichen.