Traumurlaub Seychellen 14.Mai bis 29.Mai 2010

Allen die sich für eine Reise auf die Seychellen entscheiden...Gratulation !!! Es erwartet Euch ein traumhafter Urlaub im Paradies.

 

Viele Worte möchten wir in Form eines Reiseberichtes an dieser Stelle gar nicht verlieren. Die besten Eindrücke unserer Reise könnt Ihr dem Fotoalbum entnehmen. Dennoch findet Ihr nachfolgend einige Daten und Tipps unserer Reise.

 

Wer sich mit einer Reise auf die Seychellen beschäftigt, wird sich unter anderem Fragen stellen wie "Welche Inseln soll ich mir anschauen?" oder "Pauschal- oder Individualreise?" oder "Hotel oder Gästehaus?" usw... Auch wir haben lange darüber gegrübelt und sind zu folgenden Antworten gekommen:

 

Welche Inseln?

Wer 2 Wochen oder länger Zeit hat, der sollte mindestens die drei Hauptinseln der "Inner Islands" ausführlich erkunden. Das sind Mahé, Praslin und La Digue. Kombinieren kann man den Aufenthalt noch mit Tagesausflügen auf z.B. Curieuse, Cousin oder Cousine. Hierzu aber später noch mehr.

Die 3-Insel Kombi garantiert einen äußerst abwechslungsreichen Urlaub, denn jeder der drei Inseln hat seine ganz eigenen Facetten und Reize, die es zu erleben gilt. Stress kommt dadurch keinesfalls auf (zumindest war dies unser Empfinden), denn das Leben auf den Seychellen ist sehr relaxt und frei jeglicher Hektik. Und das färbt sofort ab.

 

Pauschal oder Individual?

Ganz klar Individual. Denn jeder der seine eigenen Wünsche z.B. hinsichtlich Aufenthaltsdauer auf den Inseln, Auswahl der Unterkunft, Art des Inseltransfers, Abfolge der Inselbesuche usw. berücksichtigt haben möchte, sollte seine Reise individual planen. Aber auch hierfür stehen einige sehr gute Reiseveranstalter zur Verfügung. Wir haben uns hierbei Unterstützung von http://www.my-seychelles.net eingeholt und waren rundum zufrieden. Auch besteht die Möglichkeit die Unterkünfte direkt zu kontaktieren und so Reservierungen vorzunehmen. Eine tolle Übersicht aller Unterkünfte bietet hier die Seite http://www.seychelles.travel.

 

Hotel oder Gästehaus?

Die Auswahl ist eigentlich noch vielfältiger. Man kann zwischen den verschiedensten Unterkunftsvarianten wählen. Große Hotelanlagen, vor allem auf Mahé oder Praslin, kleine Hotels (vielfach auf La Digue zu finden), Gästehäuser, Selbstversorger Unterkünfte (Wohnungen oder Strandvillas), Inselresorts, Wellnesshotels usw... Meistens aber bestimmt die Reisekasse die Art der Unterkunft. Denn eine Nacht im Inselresort kann mitunter schon die Reisekasse für den gesamten Urlaub sprengen. Wir haben uns für kleine Hotels entschieden und waren damit sehr zufrieden. Wie wir zu unserer Auswahl kamen und welche Empfehlungen wir weiter aussprechen können, hierzu später mehr Details.

 

Welche Reisezeit?

Die Frage nach der optimalen Reisezeit für die Seychellen lässt sich nicht einfach mit "im März, Mai oder Dezember" beantworten. Das Wetter auf den Seychellen wird vom Monsun bestimmt, der zweimal im Jahr seine Richtung ändert. Von Dezember bis März herrscht der Nordwest-Monsun vor, von Mai bis September folgt die regenarme, aber stürmische Zeit des Südost-Monsuns. Die Übergangsmonate April bzw. Oktober, November sind eher windstill. Je nach persönlichem Interesse und Urlaubsvorlieben, gibt es demnach keine Haupt- oder Nebenreisezeit. Wir hatten uns für den eher ruhigeren Mai entschieden, denn da ist das Wasser ruhig und ideal zum Baden und Schnorcheln. An den meisten Buchten war die Brandung nicht so stark, so dass man ohne Gefahr ins Wasser konnte. An den Buchten wehte immer eine leichte Brise. Auch bei Mittags-Temperaturen von über 30 Grad war es doch immer erträglich. Doch Vorsicht vor der Sonne. Denn die brennt mit Sonnenbrandgarantie nahe des Äquators fast senkrecht vom Himmel.

 

 

 

Warum Praslin?

Auf Praslin verbrachten wir die ersten Nächte unserer Reise. Wir wohnten im L`Hirondelle Guesthouse, welches an der Anse Volbert (Ostküste) gelegen ist. Ausführliche Bewertungen zur Unterkunft findet Ihr bei holidaycheck. Die überwiegend positiven Einträge können wir bestätigen. Vor Allem die direkte Strandlage ist ein großer Pluspunkt. Die nahe Anse Volbert ist wunderschön und zu dieser Jahreszeit sehr ruhig und frei von Seegras.

Praslin biete einige weitere Traumstrände. Unbedingt gesehen haben muss man die traumhafte Anse Lazio im Norden der Insel sowie die Anse Georgette. Um ohne Pfadfinderkenntnisse zur Anse Georgette zu gelangen, muss man allerdings durch das Gelände des Constance Lémuria Resort laufen. Die Bucht befindet sich aber nicht im Privatbesitz des Hotels und demnach lässt Euch der Pförtner auch durch. Einfach nur nett fragen.

 

Ein weiteres Highlight der Insel ist das vallée de mai, ein Nationalpark im Inneren Praslins. Das vallée de mai ist die Heimat der Seychellenpalme (Coco der mer) und wurde in die Liste der UNSECO Weltnaturerbe aufgenommen. Weitere infos zum Nationalpark findet Ihr u.a.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Vall%C3%A9e_de_Mai

oder

http://whc.unesco.org/en/list/261

 

Ein sehr lohnenswerter Ausflug ist eine Bootstour auf die nahe gelegene Schwesterinsel Curieuse. Die meisten Tagestouristen kommen nach Curieuse um sich die Seychellen-Riesenschildkröten anzuschauen.

 

Ein schönes Schnorchel-Revier ist die kleine, unbewohnte Ile St.Pierre. Hotels oder Einheimische bieten Bootsfahrten dorthin an. Meistens in Kombination mit Curieuse, Cousin oder Cousine.

 

Ein Auto braucht man auf Praslin wirklich nicht. Die Insel verfügt über ein gutes Busnetz. Die öffentlichen Busse umrunden die Insel oder fahren einmal quer durch. Für ein paar Rupies kommt man schnell an jeden interessanten Punkt der Insel. Wir empfanden die Busfahrten zudem als recht amüsant. Sei es die rasante Fahrweise auf den engen, holprigen Straßen oder ein Bus gerammelt voll mit indischen, pakistanischen Gastarbeitern oder Schülern. Nicht ganz so zuverlässig ist die Einhaltung des Fahrplanes, oder er hält erst gar nicht, weil er zu voll ist. Aber irgendwann darf man dann doch einsteigen...

 

Sehr gut essen könnt Ihr im Café des Arts Restaurant. Es bietet hervorragende Küche und gilt als das beste Restaurant auf Praslin. Nicht ganz billig aber sehr zu empfehlen. Unbedingt vorher einen Tisch reservieren. Das Restaurant holt Euch auf Wunsch auch im Guesthouse ab und bringt Euch wieder zurück.

 

 

Was macht man auf La Digue?

Auf La Digue angekommen spürt man gleich die Gelassenheit auf der Insel. Nur eine Handvoll Autos für den Touri-Transport von der Jetty zum Hotel bewegen sich auf La Digue. Das Fahrrad oder ein gelegentlicher Ochsenkarren sind eindeutig die Hauptverkehrsmittel. Und das macht die Insel auch gleichzeitig so sympathisch. Hier kommt echtes Inselfeeling auf... Sorry, wir kommen schon wieder ins träumen;-)

La Digue ist deutlich kleiner als Praslin oder Mahé. Demnach ist auch die Anzahl an Hotels oder Gästehäusern nicht so zahlreich. Luxus-Resorts sucht man (noch!) vergeblich auf La Digue. Im Inselinneren befinden sich einige kleinere Gästehäuser, während am nördlichen Ende der Insel zwei Hotels liegen. Wir entschieden uns für das L`Ocean Hotel. Mit unserer Unterkunft waren wir sehr zufrieden. Auch die gewählte Halbpension war top.

Ja nun zur Frage was man nun auf La Digue so unternehmen kann. Nachfolgend unserer Einschätzung nach die must-do´s auf La Digue:

 

- Als erstes ein Fahrrad ausleihen, am besten gleich für den gesamten

  Aufenthalt.

 

- Den Nid d´Aigle (höchster Berg auf La Digue) besteigen. Sehr

  schweißtreibend, Pfad nicht ganz einfach zu finden, aber wahnsinnig schöner

  Ausblick auf die Nachbarinseln.

 

- Schnorchelausflug nach Coco-Island und Felicité. Schnorcheln wie im Aquarium

   ist hier garantiert. Mit etwas Glück seht Ihr wie wir fliegende Fische und

   Meeresschildkröten.

 

- Sonnenuntergang an der Anse Severe oder Anse Source d´Argent

 

Ach ja, und natürlich die zauberhaften Strände aufsuchen... Hier unsere Top 3 der schönsten Strände auf La Digue:

 

1. Anse Cocos:

liegt im Osten der Insel; erreichbar nur zu Fuß über Grand Anse und Petite Anse; Vorsicht bei Schwimmen, kein vorgelagertes Riff und mitunter starke Brandung. Der Strand bietet nur wenige Schattenplätze. Da aber außer uns niemand dort war, konnten wir uns den schönsten aussuchen.

 

2. Anse Source d´Argent:

DER berühmteste Strand der Seychellen; liegt im Westen der Insel innerhalb des L`Union Estate Nationalparks (kostet Eintritt), einer Vanille- und Kokosplantage, und ist weltberühmt für seine bizarren Granitfelsen; der Strand ist wegen seiner Berühmtheit recht gut besucht; ein paar weiße Plastikliegen stören etwas das Bild eines Traumstrandes. Dennoch eines der Highlights auf den Seychellen. Wer hier nicht war hat definitv etwas verpasst. Durch ein vorgelagertes Riff ist das Wasser hier sehr ruhig und ideal zum schnorcheln und planschen.

 

3. Grand Anse/ Petite Anse

Die beiden Strände im Osten der Insel sind nur durch einen schmalen Pfad über Granitfelsen voneinander getrennt. Die Grand Anse erreicht man bequem mit dem Fahrrad. Das kleine Restaurant Loutier Coco bietet Mittags ein Barbecue und diverse Erfrischungen. Der Strand ist sowohl von Touristen als auch Einheimischen sehr gut besucht. Findet man an der Grand Anse kein ruhiges Plätzchen, lohnt der Weitermarsch zur Petite Anse. Hier ist man wieder fast alleine. An beiden Stränden warnen Hinweisschilder vor dem Baden wegen starker Strömung.

 

Wie verbringe ich meine Zeit auf Mahé?

Der Transfer von La Digue nach Mahé erfolgte für uns zunächst mit Inter Island Ferry Services nach Praslin. Von dort nach Mahé ging es in ca. 45 Minuten ebenfalls auf dem Seeweg mit dem Cat Cocos Speedboat. Ein direkter Transfer nach Mahé ist nur mit dem Helikopter für derzeit 174 € pro Person möglich. Zwischen Praslin und Mahé fliegt regelmäßig der Inselhüpfer der Air Seychelles. Kommt man allerdings von La Digue müsste man vom Hafen Praslin erst um die halbe Insel zum Flughafen fahren.

Der Transfer nach Mahé bringt Dich direkt in die Hauptstadt der Seychellen, Victoria. An der Nordostküste gelegen ist sie mit ca. 25.000 Einwohnern die einzige Stadt der Seychellen und gleichzeitig der bedeutendste Handelsplatz der Insel-Republik.

 

Die Ostküste Mahé von Victoria bis Anse Royale weiter im Süden ist dicht besiedelt. Ebenso, vor Allem für den Tourismus, voll erschlossen ist Beau Vallon.

Entlang der Westküste sowie im Süden der Insel befinden sich nur einige kleinere Siedlungen. Für unseren Aufenthalt auf Mahé haben wir uns für den Süden entschieden, da hier die Ursprünglichkeit bislang vollkommen erhalten geblieben ist. Nahe der Ortschaft Quatre Bornes waren wir in den South Point Chalets untergebracht.

 

Um die Insel Mahé erkunden zu können, empfiehlt sich unbedingt ein Auto. Vor Allem entlang der westlichen Küstenstraße befinden sich zahlreiche traumhafte Strände, die es zu erkunden gilt. Am besten gefallen haben uns Anse Intendance, Anse Takamaka, Anse Louis und ganz besonders Anse Soleil und Anse Petite. Die Anse Soleil bietet eine hervorragende Möglichkeit direkt vom Strand aus zu schnorcheln. Besonders um die Felsen am linken Rand der Bucht tummeln sich zahlreiche bunte Fische.

 

Die Anse Petite ist ein echter Traumstrand. Der einstige Geheimtipp und zugleich wohl auch eine der schönsten Buchten der Seychellen gehört mittlerweile zum Four Seasons Resort. Den Trampelpfad, wie er in älteren Reiseführern noch beschrieben wird, haben wir nicht gefunden. So blieb uns nur der Zugang über das Luxus-Resort. Wer nicht Gast des Hotels ist, wird vom Eingang über einen steilen Pfad zur Bucht geführt. Trotz der Ansiedlung des Hotels ist (und hoffentlich bleibt es auch) die Anse Soleil ein weiteres Highlight welches man sich nicht entgehen lassen sollte. Wer bereit ist mehrere hundert Euro für eine Übernachtung zu spendieren, muss hier einfach absteigen... ( dies soll keine Schleichwerbung für Four Seasons sein). Die Bucht ist einfach ein Traum!

 

Ein traumhafter Urlaub im Paradies ging (wie immer) viel zu schnell zu Ende. Eine Reise auf die Seychellen ist unbedingt zu empfehlen! Suchtgefahr!