Hawaii 22.01. bis 13.02.2013

"Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii,
ging nie durch San Francisco in zerriss'nen Jeans,
Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals richtig frei,
einmal verrückt sein und aus allen Zwängen flieh'n."

...das hätten wir dann geschafft !

 

Wir reisten Anfang des Jahres nach Hawaii und besuchten die vier der größten Inseln: Oahu, Hawaii (Big Island), Maui und Kauai. Hawaii ist der 50.Bundestaat der USA und trägt den Beinamen "Aloha State".

 

Aloha, was ist das eigentlich ? Mit "Aloha" wird man begrüßt und verabschiedet. Ein freundliches Aloha ist auf Hawaii all gegenwärtig.

 

Der Aloha Spirit beschreibt die Gutmütigkeit und Gastfreundlichkeit der Hawaiianer und wird meist mit Liebe, Zuneigung, Nächstenliebe oder auch Mitgefühl übersetzt.

Wer nach Hawaii möchte muss allerdings eine weite Reise auf sich nehmen. Luftlinie ist Hawaii mehr als 12.000 km von Deutschland entfernt. Für einen Non-stop Flug (den gibt es tatsächlich) sitzt man knapp 15 Stunden im Flieger.

 

Wir sind auf etwa halber Strecke in Atlanta, Georgia gestartet. Nach etwa 9 Stunden Flug, landeten wir in Honolulu auf der Insel Oahu.

 

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt Urlaub auf Hawaii zu machen ? Wer sich diesen Traum erfüllt, beginnt meist früh mit einer ausführlichen Reiseplanung. Denn schließlich soll es ja der perfekte Urlaub werden. Schnell werdet ihr feststellen, dass Hawaii viel mehr ist als Waikiki Beach, Surfing und Hula Tanz.

 

Doch was macht Hawaii denn so besonders ? Es ist die Vielseitigkeit die Hawaii so einzigartig macht. Es gibt keinen anderen Ort auf der Welt der Hawaii gleich kommt: einer der aktivsten Vulkane, der höchste Meeresberg der Erde, dramatische Klippen und Canyons, weisse Sandstrände, Walbeobachtung, kilometerlange trails und das Zusammentreffen verschiedener Kulturen.

 

Festzuhalten sei an dieser Stelle, dass die Reiseplanung für Hawaii nicht ganz so einfach ist. Es stellen sich einem viele Fragen wie: Welche Inseln soll ich besuchen ? Welche Jahreszeit ? Wo übernachte ich ? Welche Sehenswürdigkeiten schaue ich mir an ?

 

Eine große Hilfe bei der Planung war der Reiseführer "Hawaii" von lonely planet.

 

Wir hoffen wir können euch mit unserem Reisebericht Anregungen geben, so dass auch euer Hawaii Urlaub ein unvergessliches Erlebnis wird.

OAHU

Unser Abenteuer Hawaii begann am 22.Januar 2013 am Honolulu International Airport auf der Insel Oahu. Hier landen die meisten Urlauber, die vom US-Festland oder aus anderen Ländern Hawaii anfliegen. Jährlich kommen ca. 6-7 Mio. Menschen nach Hawaii und verbringen hier die schönste Zeit des Jahres. Das ist eine ganze Menge im Vergleich zu den auf Hawaii lebenden 1,2 Mio. Einwohnern. Von daher sollte man nicht enttäuscht sein wenn der Empfang am Honolulu Airport nicht ganz so paradisisch ist, wie man das aus 60er Jahren Elvis Presley Filmen kennt.

Wir verbrachten 4 Tage auf Oahu und haben in Kailua übernachtet. Für Kailua sprach zum Einen die zentrale Lage wenn man sich Richtung Norden aufmachen und zugleich im Süden Honolulu, Waikiki Beach erleben will. Zum Anderen ist Kailua wesentlich ruhiger und persönlicher als das turbulente Honolulu oder Waikiki. Mit Lanikai Beach hat Kailua zudem einen für seine Schönheit berühmten Strand vor der Haustür.

Und, nur kurz am Rande erwähnt, gibt es auf Hawaii sehr wohl Bier. So auch bei Whole Foods in Kailua. Sehr gute Biere sogar mit vielversprechenden Namen wie Aloha Lager, Longboard Island Lager, Big Wave Golden Ale, Pipeline Porter, etc..

4 Tage klingt nicht besonders viel, war aber ausreichend um einiges zu sehen. Was macht man nun so auf Oahu ?

 

Der Diamond Head ist einer der berühmtesten Wahrzeichen von Hawaii und ist unbedingt einen Besuch wert. Der Aufstieg ist nicht sehr anstrengend und führt über einen steinigen Weg, Treppen und Tunnel hinauf zum Kraterrand, wo man tolle Aussichten auf Oahu hat. 

Ein Muss ist auf jeden Fall Waikiki und die Hauptstadt Honolulu. Hier ist so einiges los. Hunderte von Sonnenanbetern tummeln sich am berühmten Waikiki Beach, Touristen drücken sich die Nasen an Luxus Warenhäusern platt und die Souvenir Shops dazwischen ziehen Touristen aus aller Welt magisch an.

Der historische Teil Honolulu´s rund um den Iolani Palace ist schnell abgelaufen und bietet ein paar geschichtliche Eindrücke des früheren Hawaiis.

Der Besuch des 60 m hohen Aloha Tower ist empfehlenswert. Bietet er doch einen ganz guten Ausblick auf die Stadt.

Leider hat Honolulu ein Verkehrsproblem. So ist man dann doch irgendwie froh wenn man hier wieder draußen ist. Wir sind dann am frühen Abend noch den Tantalus Drive abgefahren. Dieser führt im Hinterland Honolulu´s die Hügel hinauf und bietet während des Sonnenuntergangs beeindruckende Aussichten.

Ein weiteres Highlight ist eine Fahrt nach Norden. Von Kailua über den Kamehameha Highway entlang der Winward Coast bis nach Haleiwa.

Auf dem Weg haben wir immer wieder Fotostopps eingelegt; Chinaman´s Hat, Kualoa Ranch, wo viele bekannte Filme gedreht wurden (Jurassic Park, 50 erst Dates, Hawaii Five-O), Crouching Lion, eine Felsformation, die wir allerdings erst auf der Rückfahrt entdeckt haben.

 

Angekommen im Norden der Insel reihen sich Strand an Strand auf einer Länge von 11km. Zwischen November und März ziehen die großen Winterwellen die besten Surfer aus aller Welt an, deshalb wird die North Shore auch das Surfing Mekka genannt.

Auch wir haben immer wieder angehalten und den Surfern bei ihrer "Arbeit" zugeschaut.

In Haleiwa angekommen, kann man durch die historische Surferstadt bummeln und sich in den coolen Surferläden umschauen. Auch wer hungrig ist findet hier einige nette Restaurants und Imbiss-Wagen. Wir hatten ein Coconut Shrimp Hawaiian Plate bei Grass Skirt Grill. Sehr lecker...!

 

Wir haben natürlich auch, wie in jedem Reiseführer empfohlen wird, das berühmte Shave Ice bei Matsumoto probiert. Unser Fazit: Kann man essen, jedoch wie schon geahnt, sehr künstlich.

 

Oahus North Shore ist ein echtes Kontrastprogramm zu Honolulu und Waikiki. Hotels, schicke Läden und teure Restaurants sucht man hier vergeblich. Waimea und Haleiwa wirken eher ein wenig verschlafen, oder eben relaxt und lässig. Ist das der berühmte Surfer Flair ?

Ach ja, und irgendwo auf dieser Route haben wir auch den ersten Wal gesehen! Um genauer zu sein, einen Buckelwal. Die Küsten vor Hawaii sind sozusagen das Winterrevier der Buckelwale. Sie kommen jedes Jahr den weiten Weg von Alaska hier her, um Nachwuchs zu zeugen und diesen für den langen Rückweg aufzuziehen. Sie sind so zahlreich vertreten, dass man sehr gute Chancen hat ihnen immer mal wieder zu begegnen. Vom Land, zu Wasser oder aus der Luft.

Am Abend haben wir bei Buzz´s in Kailua gegessen. Dort hat es sich Obama auch schon schmecken lassen....

Auf nach BIG ISLAND

Auf Big Island verbrachten wir insgesamt 5 Tage. Da die Insel doch recht groß ist, genauer gesagt doppelt so groß wie alle anderen Inseln zusammen, entschieden wir uns die Übernachtungen aufzuteilen. So blieben wir drei Nächte in Waimea im Norden der Insel, eine Nacht in Volcano (Süden) und am Schluss noch eine Nacht in Kailua-Kona (Westen).

Auf Big Island gibt es zwei Flughäfen. Hilo im Osten und Kailua-Kona im Westen. Wir sind in Kailua-Kona angekommen und haben uns gleich auf den Queen Kaahumanu Hwy Richtung Norden gemacht.

 

Mit Hawi und Kapa'au passierten wir zwei ehemaligen Plantagenstädte der Kohala Sugar Company. Besonders Hawi hat einen besonderen Charme beibehalten.

 

Der Akoni Pule Hwy endet am Pololu Valley Lookout. Der Pololu Valley Trail (oder auch Awini Trail) führt als steiler, felsiger Pfad hinunter zum Talgrund. Während der Weg runter in gut einer halben Stunde zu schaffen ist, brauchten wir für den Rückweg etwa doppelt so lang. Der Trail bietet immer wieder fantastische Ausblicke in das Tal und auf die Nordküste Big Islands.

 

Unten angekommen erwartet einen ein toller Strand mit schwarzem Sand. An baden gehen ist hier allerdings nicht zu denken. Vor Allem im Winter ist die Brandung hier extrem gefährlich.

Zurück fuhren wir über die Kohala Mountain Road nach Waimea. Dies ist eine landschaftlich beeindruckende Strecke, die man nicht versäumen sollte. Spielt das Wetter mit, denn dies spielt hier oben etwas verrückt, hat man grandiose Ausblicke auf die Kohala und Kona Coast sowie die beiden Vulkane Mauna Kea und Mauna Loa.

In Waimea, von Einheimischen meist jedoch Kamuela genannt, angekommen bezogen wir Quartier im Kamuela Inn. Kamuela ist umgeben von riesigem Weideland. Bis vor einigen Jahren war die Parker Ranch die größte private Ranch in den USA.

Zu Abend aßen wir im The Red Water Cafe. Das Essen war lecker und es gab sogar Erdinger Weißbier vom Fass.

Ein besonderes Highlight auf Big Island ist der Vulkan Mauna Kea. Er ist mit 4205m der höchste Berg auf Hawaii. Eigentlich sogar der höchste Berg der Erde. Denn vom Meeresboden aus gemessen kommen noch einmal 5500m hinzu.

 

Wir entschieden uns einen Sonnenuntergang auf dem Vulkan mitzuerleben. 

 

Aber davor wollten wir natürlich auch noch was sehen und erleben!

Von Waimea ging es die Ostküste entlang. Abstecher im Waipio Valley, bei den Akaka Falls und dem Onomea Scenic Drive.

Bei Hilo zweigt dann die Saddle Road ab. Diese steigt stetig an und führt zum Abzweig der Mauna Kea Access Rd.. Hier auf etwas mehr als 2000m Meereshöhe angekommen wird es merklich kühler, die Luft wird klarer und der Vulkangipfel erscheint noch so weit weg. Alle einschlägigen Reiseführer geben zahlreiche Tipps zu Kleidung, Allradfahrzeug, Wetter, Höhenkrankheit, Proviant, Ruhepausen, Tanken usw.. Wir sind allen Tipps brav gefolgt und sind damit sehr gut gefahren.

Am Nachmittag erreichten wir das auf 3000m Höhe liegende Visitor Center. Dort hielten wir uns eine Weile auf, um uns an die Höhe zu gewöhnen und  wechselten von Sommer- auf Winterkleidung. Wenige Meter vom Visitor Centre wächst das eindrucksvolle Mauna-Kea-Silberschwert, das erst nach 50 Jahren blüht und das auch nur ein einziges Mal. Weltweit ist das Silberschwert nur hier und auf dem Haleakala auf Maui zu finden.

Am Abend machten wir uns dann mit unserem Jeep (4WD empfehlenswert) auf den letzten Abschnitt Richtung Gipfel. Die nächsten 1000 Höhenmeter machten unserem Jeep ganz schön zu schaffen. Ihm ging im wahrsten Sinne "die Luft aus". Nicht weiter schlimm, denn schnell will hier eh keiner fahren.

Alles erscheint einem so unwirklich hier oben und könnte Filmkulisse der Mondlandung gewesen sein. Der Blick hinunter ist fantastisch. Den Blick nach vorne gerichtet erhofft man sich hinter jeder Ecke das Ziel, den Gipfel des Mauna Kea. Kurz hinter dem 13000ft Hinweis erscheinen die gewaltigen Teleskope am Horizont.

 

Es war zwar sau kalt dort oben, aber der Sonnenuntergang war einfach ein tolles Erlebnis!

 

Der Kekaha State Park liegt im Westen der Insel, nicht weit vom Flughafen Kailua-Kona. Über eine Schotterstraße mit vielen Schlaglöchern und Steinen gelangt man an den Mahaiula Beach. Am Ende des Strandes geht es über ein Lavafeld zum schönen Makalawena Beach, wo wir uns dann etwas länger aufgehalten haben.

 

Da wir im nördlichen Teil der Insel viel gesehen und erlebt haben, ging es weiter zum Volcano National Park. Von Waimea nach Volcano braucht man, ohne Pausen, knapp 2 Stunden.

Im Park angekommen, machten wir einen kurzen Stopp beim Visitor Center, um uns ein paar Informationen über Wanderungen, Vulkanaktivität und eventuell gesperrte Straßen zu holen. Zu unserer Zeit konnte man den Crater Rim Drive (geht einmal um den Kilauea Vulkan) nicht komplett umrunden, ab Jaggar Museum war die Straße gesperrt.

 

Der Kilauea Vulkan ist derzeit einer der aktivsten Vulkane der Erde. Seine Erruptionen sind nicht explosiv sondern effusiv. Das heißt die Lava quillt aus dem Erdinneren nach oben und fließt in Lavaströmen ab. Dies geschieht meist unterirdisch in sogenannten Lavaröhren. Auf Grund der Isolationswirkung kann die Lava so weite Strecken zurück legen. So richtig spektakulär wirds erst wenn die heiße Lava ins Meer fließt.

 

Am Jagger Museum befindet sich ein Aussichtspunkt, an dem man gut die Vulkanaktivität beobachten kann. Weißer Rauch steigt aus dem Vulkankrater und man hört es immer mal wieder krummeln. Unbedingt auch am Abend hinfahren, denn dann sieht man den Rauch rot hochsteigen. Ein tolles Erlebnis, aber wenn man sich vorstellt das der Vulkan noch sehr aktiv ist und es unter einem brodelt....

Für unserer Wanderung suchten wir uns den Kilauea Iki Trail aus. Der gut 6km lange Rundweg beginnt am Kilauea Iki Overlook und führt in den Krater runter und über einen erstarrten Lavasee. 1959 dauerte die Eruption des Kilauea Iki 36 Tage und die Lavafontänen erreichten eine Höhe bis zu 470 Meter.

Die Chain of Craters Road sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Sie zweigt am Crater Rim Drive ab und verläuft ca. 30 km südlich durch riesige erkaltete Lavafelder bis hinunter zur Küste.

Am Ende hört die Straße einfach auf, weil Lava drüber geflossen ist. Man kann von hier aus noch ein ganzes Stück zu Fuß weiterlaufen. Leuchtstreifen auf Lavagestein weisen einem dem Weg. In der Ferne stieg weißer Rauch auf. Dort fließt die Lava in den Pazifik. Um dort hinzukommen war dieser Weg nicht geeignet. Das wären mind. 10 Stunden Fußmarsch gewesen. Um an die Stelle zu gelangen wo derzeit die Lava ins Meer fließt, bleibt einem nur eine Bootstour oder Helikopter.

Das Abendessen nahmen wir in der Kilauea Lodge zu uns. Neben einheimischen Spezialitäten gab es auch Rouladen und Schnitzel auf der Karte. (Deutscher Inhaber).

Wir verbrachten nur eine Nacht in Volcano und fuhren wir am nächsten Tag wieder Richtung Kailua-Kona, um von dort am nächsten Tag unserern Flug nach Maui anzutreten.

 

Auf dem Weg gab es natürlich auch noch was zu sehen:

Punalu'u Beach Park, ein schwarzer Sandstrand an dem man Meeresschildkröten beobachten kann.

Der Puuhonua o Honaunau National Historical Park ist ein hawaiianische Stätte und bietet Einblicke in die Kultur der Hawaiianer.

Unbedingt am South Kona Fruit Stand anhalten! Dort gibt es frische Früchte und leckere Smoothies! Liegt am Mamalahoa Hwy. zwischen Meile 103 und 104.

Kealakekua Bay State Historical Park, ein Schutzgebiet für Meeresleben, wo man gut schnorcheln kann. Da es ein wenig geregnet hat und es doch ein bisschen kühl war, haben wir uns dort nur kurz aufgehalten.

 

Am Abend sind wir durch das touristische Kailua-Kona gebummelt und haben uns in der Kona Brewery ein Bier und ne Pizza schmecken lassen.

MAUI

Auf Maui verbrachten wir 7 Nächte an der Südwestküste, in Kihei. Direkt vor unserem Appartment reihten sich Kamaole Beach Park I, II und III aneinander. Wer Maui in Tagesausflügen entdecken will, ist in Kihei sehr zentral untergebracht. Kihei selber ist recht touristisch und besteht größtenteils aus Appartment-Anlagen direkt an der Uferstraße. Kihei´s Strände sind recht schön aber auch gut besucht. Wir hatten ein schönes, großes Appartment im Kamaole Sands gebucht.

 

Der Honoapiilani Highway führt an der Nordwestküste entlang. Hier reihen sich viele Resorts, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants.

In Kapalua gibt es einen Küstenweg, der an Resorthotels und Golfplätzen vorbei führt, tolle Blicke bietet und auch ein guter Platz zur Walbeobachtung ist.

Auch wenn es windig war, es vereinzelt geregnet hat und Vera außderdem noch etwas verschnupft war, gingen wir den ganzen Trail bis zur Honolua Bay und wieder zurück.


Auf dem Rückweg nach Kihei machten wir noch einen Abstecher ins Iao Valley, um eines der markantesten Wahrzeichen der Insel zu sehen: den Iao Needle, eine grüne "Felsnadel".

Wir waren zwar froh, dass der "Needle" nicht in Wolken versunken war, aber umgehauen hat uns der Anblick ehrlich gesagt nicht. Ein geplasteter Rundweg führt erst zum Aussichtspunkt des Iao Needle und dann durch ein kleines Stück Regenwald.

Und auch auf Maui gibt es einen sehenswerten, jedoch nicht mehr aktiven Vulkan.

Der Haleakala ist 3055 Meter hoch und sein Krater hat einen Umfang von 34 km. Er ist damit einer der größten der Erde.

Von Kihei braucht man ca. 1 1/2 Stunden bis zum Gipfel. Mit ein paar Fotostopps dauert es etwas länger....

Die Straße windet sich in Serpentinen hinauf, die Luft wird dünner und es wird wieder kälter.

Durch den Krater führen etliche Wanderwege, z. B den Sliding Sand Trail, den wir auch ein Stück gelaufen sind. Wie zuvor schon auf dem Maua Kea erlebt, macht einem die Höhe schon etwas zu schaffen. Man sollte sich vor Allem im klaren sein, dass ein Abstieg in den Krater auch wieder einen mühsamen Rückweg mit sich bringt. 1 Stunde in den Krater laufen heißt 2 Stunden wieder rauf. Und noch ein weiteres Phänomen macht sich in der Höhe bemerkbar: Das Bedürfnis auf die Toilette zu müssen kommt schneller als üblich. Das liegt zum Einen am vielen Trinken, zum Anderen an der Reaktion des Körpers auf Anstrengungen in der Höhe (google bietet hierzu gute Erklärungen). Somit mussten wir unserer Krater-Wanderung dann irgendwann abbrechen !

Eine Wanderung auf dem Haleakala ist ein faszinierendes Erlebnis. Viele Besucher kommen hier schon zum Sonnenaufgang rauf oder bleiben bis die Sonne untergeht.

Auch zwei Strandtage haben wir uns gegönnt. Makena Beach ganz im Süden der Insel. Der auch als Big Beach bekannte Strand ist ewig lang und sehr breit. Da wir ziemlich früh da waren hatten wir ihn anfangs fast für uns alleine. Das änderte sich aber bald... Unser Favorit hingegen war der Wailea Beach etwas südlich von Kihei, der vor einigen Jahren auch mal als "schönster Strand der USA" gekürt wurde.

 

Hier hatten wir auch mal das Glück einen Wal aus nächster Nähe aus dem Wasser springen zu sehen. Leider war die Kamera nicht griffbereit. Ist aber auch ziemlich schwierig einen Wal "im Sprung" zu fotografieren.

An einem anderen Tag verbrachten wir den Vormittag an unserem Hausstrand ("Kamaole Beach Park III"), der recht schmal, aber trotzdem ganz nett ist. Und natürlich den Vorteil bietet, dass man vom Hotel nur über die Straße gehen muss. Trotzdem entschieden wir uns nach dem Mittagessen wieder an den Wailea Beach zu gehen. 

 

Road to Hana

Der Hana Hwy. beginnt in Kahului und führt die ganze Ostküste entlang. Es sind ca. 80km, über 600 Kurven, 59 einspurige Brücken und etliche Wasserfälle, die man bis nach Hana hinter sich bringen muss. 

Einige Reiseberichten sagen, dass die Straße sehr eng, gefährlich und schwer zu fahren sei. Das können wir aber nicht bestätigen. Erst der Piilani Hwy., den wir auf dem Rückweg genommen haben, und an der Südküste verläuft, würden wir als abenteuerlich beschreiben. (teilweise recht steil, nur einspurig zu befahren und ungeteert). Ein Visitor Centre am Oheo Gulch gibt aber Auskunft über die Befahrbeikeit der Strasse. Nach Regenfällen wird sie häufig überspült und geschlossen.

Bis nach Hana hat man sehr viele Gelegenheiten anzuhalten, um zu fotografieren, zu wandern oder einfach nur die Natur und grandiose Aussichten zu genießen.

 

Ziemlich zu Beginn haben wir an einem Bambuswald angehalten. Wir sind ein Stück reingelaufen, um an einen Wasserfall zu gelangen. Absolut beeindruckend! Man sollte sich nur gut merken wo man abbiegt, sonst könnte es passieren, dass man sich verläuft. Was uns natürlich nicht passiert ist!

 

 

 

Der aufmerksame Beobachter entdeckt auch immer wieder mal einen Regenbogeneukalyptus am Straßenrand. Schaut zwar aus wie angemalt, ist aber natürlichen Ursprungs. Fast jährlich wächst auf dem Eukalyptusbaum neue Borke. Der abgestorbene Rest hängt dann in Streifen vom Stamm. Die alte Rinde nimmt höchst interessante Farben an.

Der kurze Abstecher nach Ke'anae lohnt sich, denn hier gibt es erstens den Ke'anae Landing Fruit Stand, der leckeres Banana Bread macht. Unserer war sogar noch warm! Lecker! Und zweitens hat man am Ende der Straße einen tollen Ausblick auf die Küste.

Im Waianapanapa State Park bekommt man einen schwarzen Sandstrand und eine tolle Natur- und Felskulisse zu sehen. Und immer wieder der faszinierende Blick auf den Haleakala Vulkan.

Hana selbst hat nicht sehr viel zu bieten. Wir haben nur kurz beim Hasegawa Store angehalten, ein uriger kleiner Laden in dem man stöbern, Souvenirs und Lebensmittel kaufen kann.

Etwas südlich von Hana befindet sich der Oheo Gulch, der zum Haleakala State Park gehört. Eigentlich war unser Plan dort noch wandern zu gehen, da wir aber nicht im dunkeln zurück nach Kihei fahren wollten, haben wir uns dagegen entschieden. Wir sind nur einen kleinen Rundweg gelaufen und haben uns danach gleich über den Piilani Hwy. auf den Rückweg gemacht. Ab hier wirds dann etwas abenteuerlicher. Die Straße wird enger, steiler und ist teilweise nur noch eine holprige Piste. Einen Allrad braucht man allerdings nicht.

Die Natur verändert sich je weiter man von Osten über die Südhänge des Vulkans nach Westen gelangt. Der Osten Maui´s ist auf Grund des vielen Regens üppig und grün bewachsen. Hier blühen Pflanzen das ganze Jahr über in bunten Farben. Die Südhänge des Haleakala bieten wiederum trockenes, mildes Klima mit ausreichend Regen für perfektes Weideland. Der Westen, im Schutz des Vulkans, ist trocken und heiß.

Eine Woche Maui vergingen wie im Flug. Sehr schön war es. Wale gesehen, Vulkan bewandert, im Pazifik geschwommen, durch Bambuswälder spaziert... was will man mehr.

 

Auf geht´s auf die letzte Insel !

Unsere letzte Insel: Kauai

Hier verbrachten wir 3 Nächte im Norden, in Princeville und 4 Nächte im Süden, in Koloa.

Fangen wir mit DEM Highlight auf der Insel, oder sogar unserer gesamten Reise, an: Einen Rundflug über Kauai. Nach langen Recherchen welche Insel, welcher Anbieter, ob Hubschrauber oder Cessna sich am besten für einen Rundflug eignet, sind wir auf "Wings over Kauai" gekommen.

 

Nach dem obligatorischem Wiegen (Sitzplatzverteilung erfolgt nach Gewicht) und Einweisung ging es vom Flughafen Lihue im Uhrzeigersinn um die Insel. Rechts sitzt man demnach am besten. Und dies ist ein großes Plus für Wings over Kauai. Die airplanes, ob Cessna oder Airvan, bieten jedem Fluggats einen Fensterplatz. Die tour dauerte insgesamt eine Stunde und fliegt die highlights der Insel Kauai ab. Unser Pilot hat uns immer erzählt wo wir gerade sind, uns Erklärungen und Anekdoten dazu gegeben. Vor lauter staunen und Fotos knipsen haben wir aber gar nicht so richtig zugehört.

 

Ein wenig mulmig war uns zu Beginn des Fluges schon. Ist es doch immer recht windig auf Kauai und die Flieger sind nicht wirklich die Größten. Trotz einiger wilden Flugmanöver unseres Captains (einmal hatte er Buckelwale entdeckt und umkreiste diese nochmals im engen Radius, oder er amüsierte sich köstlich über Luftlöcher), stiegen wir beide lachend und wohl auf aus dem Flieger.

Ein kleiner Tipp von uns: den Flug erst gegen Ende des Urlaubes auf Kauai machen, dann sieht man aus der Luft wo man auch schon "zu Land" unterwegs war.

Im Norden von Kauai unbedingt den Kalalau Trail entlang der Napali Coast bewandern.

Es gibt drei Teilstücke, die man wandern kann. Einmal zum Hanakapiai Beach (3,2km one way), dann weiter bis zu den Hanakapiai Falls (6,4km one way), oder den ganzen Trail (17,7 km). Er beginnt am Kee Beach und endet am Kalalau Beach. Ab Hanakapiai Beach Richtung Kalalau Beach wird der Weg allerdings tückischer, viele schmale Wege direkt am Abgrund, außerdem benötigt man zusätzlich eine Campinggenhemigung! Denn Hin- und zurück an einem Tag ist nicht zu schaffen.

Wir sind vom Kee Beach zu den Hanakapiai Falls gewandert, was ein absolut tolles Erlebnis war.

Der Weg zum Hanakapiai Beach führt durch die Täler immer wieder rauf und runter und bietet tolle Blicke auf die Napali Coast.

Weiter in Richtung Falls, wurde es anstrengender, wir hatten mit schlammigen Wegen zu kämpfen und mussten immer wieder Flussläufe überqueren. Aber wir hatten unseren Spaß und der Weg hat sich gelohnt!

Einen weiterer Trail im Norden den wir uns ausgesucht hatten, ist der Okolehao Trail. Er bietet wunderschöne Blicke auf das Hanalei Tal.

Von Princeville Richtung Hanalai überquert man die Eisenbrücke und biegt gleich danach links ab. In ein paar hundert Metern befindet sich ein Parkplatz, gegenüber fängt dann der Trail an.

 

Wer eher Entspannung oder Abwechslung zum Wandern sucht, dem bietet Kauais Norden traumhafte Strände zum Verweilen, Surfen oder Baden. Allerdings ist im Winter große Vorsicht an den Nordstränden geboten. Die Wellen und Strömungen sind an einigen Stränden sehr tückisch.

Hanalei Bay, Lumahai Beach, Ha`ena Beach Park, Tunnels Beach und Kee Beach gehörten für uns zu den schönsten.

Auch kulinarisch hat, wie fast überall auf Hawaii, der Norden Kauais einiges zu bieten. Unsere Lieblingsadresse war definitiv das The Dolphin in Hanalei. Lokaler Fisch von einheimischen Fischern auf hawaiische Art zubereitet schmeckte uns hier besonders gut.

Auf dem nördlichsten Zipfel der Insel Kauai thront das 52 Fuß (16 m) hohe Kilauea Lighthouse, das 1913 als Leuchtturm für die Schifffahrt erbaut wurde.

 

Die Aussicht auf die zerklüftete, nördliche Küste und den tiefblauen Pazifik macht dies zum perfekten Standpunkt für Fotoaufnahmen. Hier befindet sich auch das Kilauea Point National Wildlife Refuge, ein Reservat für Meeresvögel. Auf Schildern werden die Vogelarten vorgestellt, wie Fregattvögel, Sturmtaucher, Tölpel und Albatrosse, die im Reservat nisten.  Im Winter kann man mit etwas Glück auch Buckelwale beobachten. Ferngläser werden gratis verliehen. Diese malerische Halbinsel ist ein absolutes Muss bei einem Besuch an Kilaueas North Shore.

Kilauea Lighthouse
Kilauea Lighthouse

Auf dem Weg weiter nach Süden machten wir noch einen Abstecher zu den Wailua Falls. Der am südlichen Ende des Wailua River gelegene Wasserfall stürzt aus 80 Fuß (24 m) Höhe in zwei Strömen in das darunter liegende Talbecken. Zum Besichtigen der Falls sind in diesem Fall keine Wanderschuhe nötig. Die Falls sind leicht zugänglich und sogar von der Straße aus zu sehen.

Wailua Falls
Wailua Falls

Bevor wir unser nächstes Quartier in Koloa bezogen, fuhren wir im Süden noch weiter zum Waimea Canyon. Obwohl dieser Canyon nicht so groß oder so alt ist wie sein Bruder in Arizona, wird er auch der "Grand Canyon des Pazifiks" genannt. 

Über den Waimea Canyon Drive geht es bis auf 3.400 ft. hinauf, wo sich der Waimea Canyon Lookout befindet. Von hier aus hatten wir bei bestem Wetter einen herrlichen Blick in den Canyon.

Ein paar Tage später kamen wir nochmals hierauf und fuhren den Canyon Drive zum weiter nördlich in den Bergen gelegenen Kokee State Park. Den 17km2 großen Park durchziehen zahlreiche Wanderwege. Einige Wege führen zu Aussichtsmöglichkeiten auf den Waimea Canyon, andere schlängeln sich durch Wälder und ermöglichen weitschweifende Ausblicke auf Talebenen bis zur North Shore.

Wir entschieden uns für den Pihea Trail und wollten diesen mit dem Alakai Swamp Trail kombinieren. Ausgangspunkt war der Trailhead am Puu o Kila Lookout. Die Luft war hier oben auf ca. 1700 Meter Höhe schon recht kühl und vor allem nass. Das ist aber nicht weiter verwunderlich. Denn diese Gegend gilt mit 452 inches (14,5m !) Regen pro Jahr als "wettest spot on earth". Man läuft zunächst um das Tal herum, das man vom Kalalau Lookout sieht. Es ging bergab auf einem ausgewaschenen Lehmpfad (sehr rutschige Angelegenheit), dann wieder bergauf immer am Canyonrand entlang. Zwischenzeitliche Wolkenlücken eröffnen (mit etwas Phantasie) traumhafte Blicke hinab in die Täler der North Shore. Auf den weiteren Weg auf dem Swamp Trail haben wir auf Grund des bescheidenen Wetters dann aber verzichtet.

Etwas tiefer liegt der Kalalau Lookout. Es regnete hier weniger und zwischendrin ließen Wolkenlücken uns hoffen, doch noch einen ungetrübten Blick auf die Napali Coast zu erhaschen. Wir kamen gerade richtig und es reichte für einen kurzen Blick und ein schnelles Foto.

Kalalau Lookout
Kalalau Lookout

Wieder auf Meereshöhe angekommen ließen wir den Tag am Salt Pond Beach ausklingen und beobachteten eine der sehr seltenen Hawaii-Mönchsrobben. Die Robben, deren Population auf 600 Tiere geschrumpft ist, kommen tagsüber an den Strand, um sich für die nächtliche Jagd auszuruhen.

Unseren letzten Tag auf Hawaii verbrachten wir mit Sonnenbaden am Kekaha Beach, Besichtigung der Kauai Coffee Company und mit Geschäfte stöbern in Old Town Koloa.

Schee woars... ALOHA !